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Frettchen Beratung und Vermittlung Oesterreich

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IRRTÜMER und VORURTEILE bezüglich Frettchen

Was über Frettchen oft gesagt wird, aber trotzdem nicht stimmt

FRETTCHEN SIND WILDTIERE

Nein! Frettchen gibt es in der Natur nicht. Es kann daher auch gar nicht sein, dass gekaufte Frettchen aus einem Wildfang stammen so wie das bei manchen anderen Haustieren der Fall sein kann.
Schon vor langer Zeit wurden Tiere aus der Familie der Marderartigen domestiziert.
Es gibt verschiedene Theorien, ob es bereits aus dem Alten Aegypten oder doch erst aus dem Antiken Rom belegbare Quellen gibt.
Sie wurden gegen Ratten, Mäuse, Schlangen in Haus und Hof gehalten.
Sie wurden später auch zur Kaninchenjagd (Frettieren) verwendet. Auch heute werden noch Kaninchen damit gejagt. Aber sie wurden auch schon sehr früh als Heimtiere, "Kuscheltiere" gehalten.

FRETTCHEN SIND NAGETIERE

Nein! Frettchen sind Raubtiere. Ihre "wilden Vorfahren" ernähren sich von Beutetieren wie Kleinnagern, Vögeln, Schlangen, Fröschen, Kröten,...

FRETTCHEN WERDEN AGGRESSIV WENN SIE ROHES FLEISCH BEKOMMEN

Nein! Fütterung mit rohem Fleisch ändert absolut nichts am Verhalten der Tiere. Selbst wenn man Frettchen Mäuse jagen lässt, so werden sie nicht aggressiv. Auch Frettchen die zum Frettieren eingesetzt werden sind zahm, wenn sie genug Kontakt zu Menschen haben.

ALBINOS SIND AGGRESSIVER

Nein! Die Farbe eines Frettchens hat nichts mit Verhalten und Charakter zu tun. Zahmheit, Aggressivität hängen nur davon ab, wieviel und welcher Kontakt zwischen den Tieren und den Menschen besteht.

FRETTCHEN SIND EINZELTIERE / EINZELN GEHALTENE FRETTCHEN SIND ZAHMER,...

Im Gegenteil! Frettchen brauchen einen Argenossen als Partner, Frettchen in Gruppen-/Paarhaltung sind zutraulicher, zahmer.
Mehr Informationen veranschaulicht durch Frettchenfotos, durch Berichte und Erfahrungen von Frettchenhaltern findest du hier:

INFORMIATIONEN, FRETTCHENFOTOS, BERICHTE,
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ERFAHRUNGEN, UNTERSTÜTZUNGESLISTE

FRETTCHEN STINKEN

Geruch ist Geschmackssache. Nur indem man selbst an etwas riecht kann man feststellen ob man es als wohlriechend oder stinkend einstuft.
Alles hat einen Eigengeruch, ob man den Frettchengeruch angenehm oder unangenhem empfindet kann man nur herausfinden indem man daran riecht, seine Nase in ihr Fell steckt.
ACHTUNG WICHTIG: Während der Ranz ändert sich der Körpergeruch und wird auch viel intensiver. Vor allem bei Rüden, die dann auch markieren. Bei kastrierten Frettchen verändert sich das wieder zum "normalen" Eigengeruch.

STRINKDRÜSEN MUSS MAN ENTFERNEN LASSEN

Nein! Das Entfernen der Stinkdrüsen ändert nichts am Eigengeruch der Frettchen. Die Stinkdrüsen werden nur in bestimmten Situationen verwendet. z.B.: bei starken Kämpfen, begegnen einander fremde Frettchen und es kommt zu Auseinandersetzungen, in Todesangst, bei starkem Erschrecken...
Sonst müssen die Stinkdrüsen nur hin und wieder geleert werden, da findet dann im Kisterl statt und ist weit weniger intensiv als das Betätigen der Stinkdrüsen in Gefahrensituationen.

FRETTCHEN SIND BISSIG

Nein! Werden Frettchen richtig gehalten und beschäftigt man sich genug mit ihnen sind sie nicht bissig.
Sie haben eine sehr wilde Art miteinander zu spielen. Da sie sehr verspielt sind, versuchen sie alles was sich bewegt zu fangen so auch Hände, Füsse, Nasen des Menschen. Daher sollten sie auf alle Fälle eine/n Frettchenpartner/partnerin haben um sich richtig austoben zu können und dann kann man ihnen auch beibringen bei uns Menschen, die wir kein Fell, haben nicht so wild zu sein. Zu beachten ist, dass vor allem Welpen ja überhaupt erst den Umgang mit Menschen erlernen müssen und auch ihre Kräfte noch nicht so unter Kontrolle haben.
Weiters gibt es bei Frettchen untereinander ein Putzritual, das auf uns Menschen angewandt schmerzhaft werden kann. Sie lecken sich zuerst gegenseitig ab, dann knabbern sie mit den Zähnen im Fell des anderen herum um den Schmutz herauszubekommen. Wenn sie das nun bei uns Menschen machen, so fassen sie die Haut, da ja keine Fell da ist. Man kann ihnen aber beibringen dass sie bei uns nur lecken dürfen.

FRETTCHENFÄHEN MUß/SOLL MAN EINMAL DECKEN LASSEN

Nein! Es ist für Fähen weder medizinisch noch für ihr Wesen, ihre Psyche notwendig sie einmal decken zu lassen und dann erst zu kastrieren.
Es ist besser die Fähe sobald sie reif genug ist kastrieren zu lassen.
Die Fähe braucht das Erlebnis Welpen zu haben, aufzuziehen nicht, sie wird es nicht vermissen - dies ist eine reine Interpretation des Menschen und drückt eher die menschlichen Wünsche nach Frettchennachwuchs aus. Hierbei ist aber zu bedenken, daß es sowieso schon sehr viel Frettchennachwuchs jährlich gibt, und jährlich nicht nur viele erwachsene Abgabefrettchen sondern auch viele Welpen, die "übrigbleiben", die im Alter von einem halben Jahr verschenkt werden, weil bis dahin keine Abnehmer gefunden wurden.

ACHTUNG: Vor allem wenn die Fähe schon in der Dauerranz ist, oder eine Dauerranz hinter sich hat, soll man auf keinen Fall decken lassen, denn es ist ein gesundheitliches Risiko für die Fähe.



Diese Liste ist sicher unvollständig, und wird wahrscheinlich immer wieder erweitert werden müssen.

Copyright für FRETTCHENBERATUNG zu erreichen unter http://frettchen1.tripod.com/ sowie unter http://frettchen.or.at/ by Ingrid Hedbavny